Von Anfang an war es uns als Kollektiv ein großes Anliegen, die Streetfotografie-Szene in Deutschland zu vernetzten und zu helfen, eine aktive und enge Community aufzubauen. Konsequent haben wir daran gearbeitet, haben Kontakte geknüpft, Fotografen zueinander gebracht, haben uns ausgetauscht, Städte besucht und so viele Gleichgesinnte und Freunde gefunden. Gegipfelt ist das Ganze im ersten „meet ’n street“ 2021 in Frankfurt. Von uns maßgeblich mit initiiert soll dieses „Familientreffen“ jährlich in wechselnden Städten stattfinden und uns alle noch enger zusammenwachsen lassen – und das tut es! Die Zweitauflage 2022 in Hannover war ein voller Erfolg und im kommenden Jahr möchten wir am zweiten Wochenende in Juli die Szene nach Nürnberg einladen…

Aber warum sich auf Deutschland beschränken? Kann unsere Fotografie uns nicht über Grenzen hinweg verbinden?
Nürnberg hat eine lange Tradition an gelebten Städtepartnerschaften – angefangen 1954 mit Nizza zählen wir aktuell 14 Partnerstädte über den gesamten Globus verteilt.
Schon vor Längerem entstand, zusammen mit Pia Parolin, die Idee, diese Partnerschaften auch auf die Ebene der Streetfotografie zu übertragen. Welches Medium könnte schließlich das Leben und den Puls einer Stadt besser widerspiegeln, uns unsere Kulturen eindrücklicher näherbringen?!

Die Corona-Pandemie hat uns schmerzlich vor Augen geführt, wie buchstäblich klein unsere Welt plötzlich werden kann, wie schnell sich für selbstverständlich gehaltene Freiheiten plötzlich in Nichts auflösen.
Daher möchten wir nun den nächsten Schritt wagen und uns mit Streetfotografen und Kollektiven in unseren Partnerstädten verbinden, uns austauschen, Freundschaften knüpfen, uns gegenseitig unterstützen, gemeinsame Aktionen realisieren und den familiären Geist der deutschen Szene über die Grenzen hinaustragen.