gastbeitrag MICHAEL und LUKAS: unser streetworkshop mit dem nürnberg_unposed_collective

Im Sommer ergab sich für uns die Gelegenheit, unseren ersten workshop zu veranstalten. Ramona, selbst passionierte Fotografin, war mit ihrer Abiklasse auf Stufenfahrt zu Gast in Nürnberg und hatte einige fotobegeisterte Schüler im Gepäck. Marc, Samu und Criz ließen sich nicht lange bitten und stürzten sich ins Abenteuer – wir von unserer Seite hatten Spaß und sind bereit für weitere Aktionen dieser Art! Aber wie sehen das die Teilnehmer? Vielen Dank, Michael und Lukas, der blog gehört euch…


Streetfotografie? Ein Begriff mit dem Lukas und ich beim Lesen des Programms für unsere Studienfahrt nicht viel anfangen konnten. Klar hat man #streetphotography oder ähnliches schon einmal auf Instagram gesehen, aber mehr wussten wir auch nicht. Während Lukas und ich uns bis jetzt mit Landschaft- und Architekturfotografie beschäftigten hatten, hatten die anderen Teilnehmer aus unserer Stufe bis auf ein paar Schnappschüsse keine Fotografieerfahrung. Von daher waren wir, nach den ersten beiden schönen Tagen in Nürnberg umso gespannter, was uns erwarten würde.

Also packten wir unsere Kameras ein und trafen uns im Handwerkermarkt. Nachdem sich alle ein wenig kennengelernt hatten, stellten uns Samu, Criz und Marc Streetfotografie, ihr Künstler-Kollektiv und dessen Motto „unposed“ vor. Dabei war für uns die Idee, fremde Leute spontan innerhalb des Stadtlebens zu fotografieren vollkommen neu, was für uns die Möglichkeit bot, einen neuen Bereich der Fotografie zu erkunden und die Stadt dabei aus einer neue Perspektive zu entdecken.

Als erste Inspiration, was es für mögliche Motive in der Streetfogotrafie gibt, zeigten uns die drei anhand einer großen Glasfront, wie eine Spiegelung als eigenständiges Motiv dienen kann. Schon innerhalb weniger Minuten entstanden so die ersten guten und häufig auch lustigen Bilder. So zogen wir von Spot zu Spot durch die Stadt und lernten an jeder Ecke etwas neues dazu. Jeder Spot zeigte uns weitere Ideen und Möglichkeiten für neue Motive. Neu für uns war vor allem die Kombination von Farben der Umgebung mit Kleidungs- bzw. Accesoiresfarben und das Spiel zwischen Schatten und Licht, kombiniert mit Menschen. Aber auch zu schon teilweise bekannte Motivideen wie Spiegelungen oder Linienführung konnten wir viel entdecken. Besonders im Kopf geblieben sind uns beiden dabei vor allem die interessanten Strukturen und Formen wie z.B. Treppen die besonders Neubauten bieten mit unendlichen Möglichkeiten der Fensterscheiben und ihrer Reflektionen. In den knapp anderthalb Stunden haben wir aber auch einen Tipp, den wir am Anfang bekommen haben, zu schätzen gelernt: lieber lange auf ein Motiv oder eine Motividee (z.B. nur Spiegelungen oder nur Farbkombinationen) fokussieren, sonst überfordern einen die vielen Möglichkeiten und man übersieht einiges und sieht dabei vieles nicht mehr.

Nach etwa 1,5 Stunden neigte sich der Miniworkshop dem Ende zu und wir waren zufrieden mit unseren ersten Resultaten beim Kontakt mit der streetphotography. Wichtiger als die Fotos an dem Tag waren aber die tolle Inspiration und die vielen Ideen, die wir von dort mitgenommen haben und die wir in den restlichen Tagen in Nürnberg und jetzt später Zuhause nutzen konnten und können. So war der Miniworkshop für uns definitiv einer der Höhepunkte unserer Stufenfahrt und er war für uns beide eine schöne Art Fotografie zu entdecken. Auch die die Leute aus unserer Stufe, die sonst nur mit dem Handy fotografierten, kamen auf ihre Kosten und bekamen einen interessanten Einblick in die Welt des Fotografierens und die vielen Möglichkeiten.

Michael und Lukas


So ein bisschen stolz sind wir vom nürnberg_unposed_collective ja schon auf die obigen Ergebnisse! Macht weiter so Jungs, wir freuen uns darauf, mehr von euch zu sehen…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.