ich war noch niemals in new york…

Unverhofft kommt oft, insbesondere wenn man mit der tollsten Frau der Welt verheiratet ist! Und auch wenn ich es inzwischen besser wissen müsste, ich hätte nie gedacht, dass sich dieser Streetfotografentraum in naher Zukunft für mich erfüllen würde. Aber was soll ich sagen, mit ihrem Geschenk versaute sie mir eines meiner Lieblingslieder auf ewig – „ich war noch niemals in New York…“ – alles gelogen, diesen August war es so weit, vier Tage, ich ganz alleine für mich.

Musikalischer Ersatz war schnell gefunden und hat nicht zu viel versprochen: „New York, concrete jungle where dreams are made of, there’s nothing you can’t do. Now you’re in New York, this streets will make you feel brand new, big lights will inspire you…“

Diese Stimmung, dieses Gefühl, welches dieser Song vermittelt, hat sich voll bestätigt. Und vieles mehr! Diese Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten, die nie schläft und aus dem Trauma von 9/11 wieder auferstanden ist, ist einfach nur gigantisch in so vielerlei Hinsicht.

Jedem Streetfotografen kommen unweigerlich Bilder und große Namen in den Sinn: Garry Winogrand, Saul Leiter, Bruce Gilden oder Joel Meyerowitz. Und eben diese haben mir die Wartezeit verkürzt und dazu beigetragen, dass die Vorfreude immer weiter stieg, neben unzähligen Tipps von Freunden, diversen youtube-Kanälen. Auch unser lieber Oliver Krumes hat einen kleinen New York-guide geschrieben und ein Buch, das mich extrem inspiriert hat, möchte ich euch nicht vorenthalten: „streets of new york“ aus dem teNeues-Verlag.

Aber all das kann dich nicht auf den wow-Effekt vorbereiten, der dich überkommt, wenn du das erste Mal die Straßen New Yorks betrittst. Die Stadt ist so überwältigend und macht einem das Fotografieren so unendlich leicht, es gibt quasi keine Ecke an der nicht Bilder auf der Straße liegen und auf einen warten.

Mein Trip in Fakten: 4 Tage (minus 3h durch meinen verpassten Anschlussflug in London…), durchweg um die 30°C und nahezu 11 Sonnenstunden, genau 1,5h Regen, 100km gelaufen, 4353 Bilder gemacht und gut 3kg Gewicht verloren. Essen gab´s morgens und abends auf der Straße, dazwischen ca. 5l Wasser und Coke light…

Ist meine Sehnsucht gestillt? NEIN, ich könnte sofort wieder hin. Ich hab vieles von dem geschafft, was ich mir vorgenommen hab aber bei weitem nicht alles. Ich stand im 100. Stock auf Glas über den Dächern von Manhattan, bin mit der Staten Island Ferry gefahren, über die Brooklyn und Manhattan Bridge gelaufen, ebenso die Highline. Ich war am Times Square, am World Trade Center, bin durch Brooklyn geschlendert und hab einen halben Nachmittag auf Coney Island verbracht. Den Central Park hab ich kurz gestreift, das gleiche gilt leider auch für Chinatown und so viele andere Viertel, die definitiv deutlich mehr Zuwendung verdient hätten…

Ein erstes Ergebnis könnt ihr nun hier sehen, mein erstes Mal New York in einer „kurzen“ Slideshow:

Was bleibt? Einige neue Lieblingsbilder, die Hoffnung, aus der Bilderflut mit viel Muse und etwas mehr Zeit ein Buch zu verwirklichen, der Traum, (mal wieder) nach New York zu reisen und die Sorge, wie ich jemals wieder in Nürnberg fotografieren soll…

gerald

Für alle, dich auch auf der Suche nach noch mehr Inspiration sind:

One Comment on “ich war noch niemals in new york…”

  1. Hallo Gerald,
    Schöner Artikel!Kann ich alles nachvollziehen, da es mir vor vier Jahren genau so ging. Bis heute sind meine besten Bilder aus NY und ich will unbedingt wieder hin. Street Paradise!
    Viel Spaß noch beim Ausfiltern und immer wieder anschauen. Solche Erinnerungen sind was schönes. Viele Grüße Jörg

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